Schulpartnerschaften / Austauschprogramme

Schüleraustausch mit Saint-Sauveur-le-Vicomte

Das erste Mal haben die Schülerinnen und Schüler in der 7. bzw. 8. Klasse die Möglichkeit am Austausch mit dem Collège Barbey d’Aurevilly in Saint-Sauveur-le-Vicomte (Normandie) teilzunehmen. Geboren wurde der Austausch im Schuljahr 2018/2019. Aufgrund der relativ geringen Zahl an Deutschlernenden an unserer Partnerschule finden die gegenseitigen Besuche im Rahmen des Austausches gestreckt auf zwei Schuljahre statt.

Während des einwöchigen Besuchs im Nordwesten Frankreichs lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Austauschpartner sowie die Region kennen. Das abwechslungsreiche Programm in Saint-Sauveur-le-Vicomte – u. a. Schifffahrtsmuseum, Stadtrallye in Saint-Sauveur-le-Vicomte, Besichtigung der mittelalterlichen Burg in Saint-Sauveur-le-Vicomte, Unterrichtsbesuch, geselliges Abendessen mit allen Gastfamilien – bietet dabei für jeden etwas. Auch in Ludwigshafen erleben die deutschen und die französischen Schülerinnen und Schüler den Alltag in der Schule und der Familie. Zudem erkunden sie gemeinsam die Umgebung – z.B. Mannheim, Heidelberg, Speyer – oder betätigen sich sportlich – z.B. im Kletterpark.

Der Austausch in diesem relativ frühen Stadium des Französischlernens erlaubt es den Schülerinnen und Schülern ihre Kenntnisse bereits früh zu erproben und dabei wichtiges Selbstbewusstsein und Vertrauen in Bezug auf ihre sprachliche Kompetenz zu erwerben. Häufig hören wir noch während des Austausches von den Schülerinnen und Schülern: „Wir können ja viel mehr als wir dachten!“ Aus dieser Erfahrung resultieren zudem Freundschaften und eine natürliche Motivation für das Erlernen der Fremdsprache, die die Schülerinnen und Schüler durch die Mittelstufe bis hin zum nächsten Austausch tragen kann.

Schüleraustausch mit Lorient

Den zweiten Austausch bieten wir den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis 11 an. Dieser Austausch findet in Kooperation mit dem Lycée St. Louis in Lorient, der Partnerstadt Ludwigshafens, statt. Er besteht seit dem Schuljahr 2013/2014. Ausgangspunkt war eine Anfrage des Lycée St. Louis nach einer Partnerschule aus Ludwigshafen, die von unserer damaligen Fachschaftsvorsitzenden Frau Kothe spontan mit Ja beantwortet wurde. Innerhalb weniger Wochen war der Austausch geboren und seit dieser Zeit hat er jährlich stattgefunden. Jeweils eine Woche erleben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in Lorient bzw. in Ludwigshafen, in der immer ein abwechslungsreiches Programm absolviert wird.

Jeder Besuch in Lorient zeigt uns eine andere Facette der Bretagne. Hauptattraktion ist natürlich das Meer mit seinen vielfältigen Ausprägungen und Aktivitätsmöglichkeiten. So standen bisher Strandsegeln, Kajakfahren, Wattwanderung auf dem Programm, aber auch der Besuch des Fischereihafens von Lorient, ein Besuch der Ile de Groix, Port Louis oder der Besuch eines Pferdegestüts in Hennebont.

Auch die französische Gruppe erkundet, teilweise zusammen mit den deutschen Partnern, die Umgebung. So finden z. B. Fahrten nach Speyer, Heidelberg, Wachenheim oder Frankfurt statt. Da die französische Gruppe im Dezember zu uns kommt, steht natürlich ein Besuch eines der vielen Weihnachtsmärkte auf jeden Fall auf dem Plan – etwas, was man in Frankreich, vor allem in der Bretagne so nicht kennt.

Während dieses Austausches haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und zu perfektionieren. In der Vergangenheit konnten in diesem Austausch viele Freundschaften geschlossen und gepflegt werden, da die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben mehrfach daran teilzunehmen.

Die Teilnahme am Austausch wagen

Um den Aufenthalt in einer französischen Gastfamilie zu moderaten Kosten anbieten zu können, müssen wir als Fachschaft Französisch eine gewisse Anzahl an Schülerinnen und Schülern für die Teilnahme am Austausch gewinnen. Leider standen wir in den vergangenen Schuljahren immer wieder vor dem Problem, dass der ein oder andere Austausch mangels Anmeldungen seitens der Schülerinnen und Schüler nicht stattfinden konnte. Dies ist nicht nur für die angemeldeten Schülerinnen und Schüler ärgerlich, sondern vor allem auch schade im Hinblick auf das Sprachenlernen und die einmalige Erfahrung, die der Austausch bietet. Als Fachschaft wünschen wir uns, dass wir die Austausche in Zukunft immer im vorgesehenen Turnus durchführen können.

Daher appellieren wir an dieser Stelle nicht nur an Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, Euch auf dieses Abenteuer einzulassen und die damit verbundene Selbstständigkeit außerhalb des Elternhauses zu genießen, sondern insbesondere auch an Sie, liebe Eltern, Ihren Kindern die Teilnahme „schmackhaft zu machen“ und sie vertrauensvoll in geschütztem Rahmen in die Fremde ziehen zu lassen.

Individuelle Austauschprogramme mit Frankreich

Um die Anwendung des Französischen im „natürlichen“ Umfeld weiter zu fördern, unterstützt die Fachschaft Französisch die Teilnahme an weiteren kurzfristigen Austauschprogrammen des Ministeriums für Bildung RLP in Kooperation mit der ADD (Romain Rolland Programm) sowie längerfristigen Austauschen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (Programme Brigitte Sauzay und Voltaire).

Fahrt nach Lorient 2017

Besuch aus Lorient 2017



Austausch MPG mit dem Gymnasium Bratstvo - Jedinstvo in Ulcinj Montenegro

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ (J.W. v. Goethe)

Austausch MPG mit dem Gymnasium Bratstvo - Jedinstvo in Ulcinj Montenegro

mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem DAAD, sowie des Goethe-Instituts.

Seit 2017 gibt es am MPG diesen Austausch, der derzeit für die 12. Jahrgangsstufe als Studienfahrtsoption angeboten wird.

Für eine Woche sind unsere SchülerInnen zu Gast bei den Familien ihrer montenegrinischen Partner in der wunderschönen. an der Adria gelegenen Küstenstadt Ulcinj. Als ehemalige Piratenhochburg gibt es viele architektonischen und geschichtlichen Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Kulturelle Highlights des Austausches sind so die Besichtigung der Altstadt Ulcinj, einem labyrinthähnlichen Gewirr von kleinen, verwinkelten Gässchen, die Schauplatz vieler wilder Seefahreranekdoten und romantischer Liebesgeschichten sind, sowie der ehemaligen Festungsstadt Kotor, die 1979 in die Liste des UNESCO- Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Teil des Programms unseres Austausches in ein Land, das sich weltweit einmalig als ökologischer Staat in seiner Verfassung definiert, sind auch der Besuch der Saline Ulcinj, Nist- und Rastplatz für über 250 verschiedene v.a. Zugvogelarten, sowie der Skadarsee, mit seiner einmaligen Flora und Fauna.

Über die rein touristischen Aspekte einer Studienfahrt hinaus, profitieren unsere SchülerInnen (und LehrerInnen) von den einmaligen Erfahrungen, die sie im persönlichen Austausch mit den einheimischen Jugendlichen, Familien und Lehrern machen können.

So bot uns eine Schülerin spontan eine Führung durch die orthodoxe Kirche in Ulcinj an und gewährte uns vor Ort Einblick in das Leben ihrer Gemeinde. Ein Lehrer sang für uns in der Moschee den Muezzinruf und beantwortete alle Fragen rund um das Thema Islam und muslimische Lebensweise. Montenegrinische SchülerInnen erklärten die Gepflogenheiten des kulturellen und religiösen Zusammenlebens in der Stadt.

Und manchmal ändert sich der Plan unvorhergesehen, wenn der Aufpasser des alten Ruinenklosters auf dem Gipfel des Berges in Kotor plötzlich die Leiter zum Eingang der alten Festung hochzieht und erklärt, man brauche ab jetzt ein Ticket, das es leider nur ganz unten in der Stadt gibt.

Abends am Strand oder im Cafe klingen die ereignisreichen Tage in aller Gemütlichkeit aus.

All diese einmaligen Erlebnisse, die große Gastfreundschaft, die vielen persönlichen Geschichten, die unsere Sightseeingtouren stets begleiten, der Einblick in den Schulalltag, die Politik, die Freuden und Leiden der einheimischen Bevölkerung machen unsere Reise stets zu einem ganz besonderen, unvergesslichen Erlebnis.

Und so hat manch eine/r unserer SchülerInnen bereits die Sommerferien bei ihren neu gefunden Freunden in Montenegro auf eigene Faust verbracht.

„Ich habe am Anfang nicht gewusst, was auf mich zukommt, doch ich habe sehr nette Menschen kennengelernt, eine andere Kultur und auch ein anderes, aber auch sehr schönes Land gesehen.“(Joshi)

„Das war nicht nur eine Kursfahrt, sondern eine Zeit, die ich niemals vergessen werde. Keiner von uns hätte gedacht, dass man für Menschen, die man erst seit einer Woche kennt, so viel Liebe übrig haben kann.“ (Anna)