Fit für den Beruf … ?

Nein, das ist nicht das Ziel des Betriebspraktikums, das alle Schülerinnen und Schüler der 9.Klassen absolvieren müssen. Schließlich steht den allermeisten noch eine vierjährige Schulzeit bevor, bis sie nach dem Abitur studieren oder einen Beruf ergreifen. Statt dessen geht es im Praktikum vor allem darum, Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. Ob es sich um die Struktur eines Betriebs handelt, um die verschiedenen Arbeitsabläufe, an denen die Praktikanten mitarbeiten können, oder einfach um die Erfahrung, wie mühsam ein Achtstundentag sein kann. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass die Schüler viele Informationen sammeln und über sich und ihren Praktikumsplatz reflektieren. Das setzt auch voraus, dass sie ihre möglichen Hemmungen, Firmenmitarbeiter anzusprechen und nachzufragen, überwinden. Das Ergebnis ihrer Erfahrungen dokumentiert jeder Praktikant in einem Praktikumsordner und fertigt eine Präsentation an. Später wird dieser, sowie die Präsentation im Unterricht bewertet.

Natürlich muss ein Praktikum sorgfältig vorbereitet werden. Das geschieht einmal im Deutschunterricht, wo es gleich zu Beginn des 9. Schuljahrs um Bewerbungsschreiben und – gespräche geht, aber auch um die Frage, wie ein Lebenslauf verfasst wird. Mit diesen Kenntnissen machen sich die Schüler auf, um einen Praktikumsplatz zu finden, der ihnen möglicherweise zusagt. Das geschieht in der Regel reibungslos, wohl auch deshalb, weil unsere Schüler sich in vielen verschiedenen Branchen bewerben. Die BASF, Abbott, aber auch der Maschinenbau und die Elektroindustrie sind sehr beliebt. Aber auch Bibliotheken, Anwaltskanzleien, Theater, Museen und der Offene Kanal werden immer wieder gewählt.

Ebenfalls zur Vorbereitung gehört ein Methodentraining, das die Schüler für die Präsentation ihrer Erfahrungen fit machen soll. Diese Präsentationen finden ein paar Wochen nach den Praktika statt. Das Publikum bilden die Mitschüler, aber auch die Praktikumsleiter der Betriebe, die sich häufig sehr positiv über das Reflexionsniveau, aber auch über die kommunikative Kompetenz ihrer ehemaligen Praktikanten äußern. Uns liegt daran, bei dieser Gelegenheit den Verantwortlichen der Praktikumsbetriebe noch einmal auch auf diese Art und Weise zu danken. Sie sollen sehen, dass ihre Mühe nicht umsonst war.

Für eine Beratung zum Praktikum und zur Studien- und Berufswahl steht Ihnen Frau Kothe und Herr Römelt gerne zur Verfügung.

Betriebspraktikum 2017: