Der neue Schulleiter stellt sich vor

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Vielleicht muss man ein bisschen verrückt sein, um heute Schulleiter werden zu wollen: Die Kassen des Schulträgers, der Stadt, sind leer, das Ministerium verlangt Überzeugungsarbeit z. B. in Sachen Qualitätsprogramm und Bildungsstandards, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion erwartet die pünktliche Bearbeitung elektronischer Gliederungspläne zur stundengenauen Berechnung des Lehrerbedarfs, das Profil der Schule will geschärft werden und schließlich gilt es ein Kollegium zu führen und dafür zu sorgen, dass unsere Schülerinnen und Schüler, um die es letztlich immer geht, ein guten Unterricht bekommen und dabei soll der Erziehungsauftrag nicht zu kurz kommen. Bei dieser Aufzählung wird aber auch deutlich, dass Schulleiter auch die Chance haben, zusammen mit dem Kollegium ihre Schule verantwortlich zu gestalten, und genau das hat mich gereizt, als ich mich als Schulleiter am Max-Planck-Gymnasium beworben habe.

Ich bedanke mich, dass Sie mich so freundlich aufgenommen und den Einstieg dadurch sehr erleichtert haben. Besonderer Dank gilt meinen beiden Stellvertretern, Herrn Keller und Frau Dr. Friese-Knautz für ihre Unterstützung und guten Ratschläge.

Seit meinem Dienstantritt am 2. Februar 2004 habe ich alle Klassen und Kurse besucht, der Schulelternbereit und die Elternssprechervollversammlung haben getagt, und überall wurde ich natürlich gefragt, was ich denn anders als bisher machen möchte. Meine Antwort fällt auch an dieser Stelle vorsichtig aus: Noch bin ich in der Orientierungsphase, aber zwei Punkte sind mir wichtig: Das naturwissenschaftliche Profil der Schule muss verstärkt werden. Außerdem liegt mir daran, dass ich das Potenzial des jungen Kollegiums des MPG so aktivieren kann, dass eigenverantwortliches Arbeiten bei den Schülern verstärkt wird.

Kurz zu meiner Person: Geboren in Lünen / Westfalen bin ich über das Rheinland und Nordhessen nach Mainz gekommen, wo ich 1968 mein Abitur ablegte, auch Deutsch, Geschichte und Publizistik studierte und schließlich meinen Referendardienst ableistete. Mit meiner Erstanstellung 1976 am Albert-Schweitzer-Gymnasium Kaiserslautern begann meine Pfälzer Zeit und seitdem ist mir Pfalz zur Heimat geworden. Von 1988 – 1994 war ich Lehrer an der Deutschen Schule Genf, ab 1998 dann 2. stellvertretender Schulleiter am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Den Schwerpunkt meiner Arbeit bildete die Leitung der Sekundarstufe I, die Koordination und Planung des Schüleraustauschs mit Norwegen, Estland und Lettland, die Organisation aller schulischen Wahlen, die Koordination aller schulischen Termine, der Kontakt zur Vereinigung der Ehemaligen und noch einiges mehr.

Noch einmal bedanke ich mich bei allen für den freundlichen Empfang am MPG. Ich hoffe, mit allen Beteiligten unser Gymnasium ein Stück voran bringen zu können.

Bernd Beutel, 21.3.2004