Mediations-AG
Am Max-Planck-Gymnasium gibt es seit einigen Jahren die Mediations-AG. Dazu werden in der zehnten Klasse Schülerinnen und Schüler zu Mediatoren ausgebildet. Einmal die Woche gibt es je eine Doppelstunde Unterricht, in dem die Auszubildenden das Streitschlichten erlernen. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten sie ein Zertifikat.
In der Oberstufe werden die Schlichter dann aktiv tätig: Jede Hofpause ist der Streitschlichter-Raum (Saal 407) von 4 Schlichtern besetzt, an die sich die Schüler wenden können. Außerdem stehen auch immer Schlichter auf dem Pausenhof als Ansprechpartner zur Verfügung.
Weitere Informationen, unter anderem die Streitschlichter-Dienstpläne, befinden sich auf der Homepage der Mediations-AG.
Lions-Club Ludwighafen-Kurpfalz vergibt Förderpreis an Schüler / Beteiligung steigt
Von unserem Mitarbeiter Martin Vögele
“Wir haben aus Interesse angefangen, aus Begeisterung machen wir weiter”, erklärte die 16-jährige Nadine Sollinger. Sie ist eine von 19 Schülern des Max-Planck-Gymnasiums, die sich in ihrer Freizeit zu Mediatoren ausbilden ließen, zu Streitschlichtern, und seitdem bei Konflikten zwischen anderen Schülern vermitteln. Selbständig renovierten und gestalteten die Jugendlichen zudem einen Mediationsraum und erstellten eine Homepage. “Wir kennen die Probleme der jüngeren Schüler aus eigener Vergangenheit”, sagte Kevin Weibell, 17 Jahre. Dem Lions Club Ludwigshafen-Kurpfalz war das Projekt “Mediation in der Schule” bei der Vergabe seines Förderpreises den ersten Platz und 1000 Euro wert.
Der Preis, der erstmals im vergangenen Jahr verliehen wurde, geht an Schülerprojekte, die außerhalb des eigentlichen Unterrichts “das gemeinschaftliche und soziale Miteinander an den Schulen stärken, oder die ein beispielhaftes Engagement außerhalb der Schule darstellen”, so Thomas Köhler, Jugendbeauftragter des Lions Club, bei der Preisverleihung in der Hauptfiliale der Sparkasse Vorderpfalz. Hatten 2005 noch fünf Schulen je ein Projekt eingereicht, waren es dieses Mal bereits 13, das Theodor-Heuss Gymnasium beteiligte sich sogar mit zwei Beiträgen.
Gleich zwei Mal wurde anstelle eines dritten der mit 500 Euro dotierte zweite Preis vergeben – zu schwer sei die Entscheidung gefallen, erläuterte Köhler. Preisträger war zum einen eine Gruppe von rund 20 Schülern des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums, die einen Sanitätsdienst etablierten und selbständig Aus- und Weiterbildungen in Erster Hilfe organisierten. Daneben das Projekt “Kantine” der Integrierten Gesamtschule Gartenstadt. Einmal in der Woche kochen beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Schüler zusammen ein warmes Mittagessen.
Drei weitere Projekte waren in die engere Wahl der Jury gekommen: Das “Virus Rassismus – Schüler impfen sich selbst”-Benefizkonzert am Carl Bosch-Gymnasium, das Caterer-Team der Schlossschule Oggersheim mit seinem Service für internationale Küche und das Ruanda-Benefizkonzert das der Schüler Frederik Durczok organisierte. Jede der Initiativen erhielt als Anerkennung 100 Euro.
© Mannheimer Morgen – 19.05.2006